Benno Schmidtler ist seit mehr als 30 Jahren Unternehmer. Mit 23 Jahren hat er angefangen, Kunden von seiner Arbeit zu überzeugen, und wie er selbst sagt, war das damals ein deutlich härterer Kampf. Heute ist er CEO von memedia, einer Agentur, die sich auf Websites für nachhaltig denkende Unternehmer spezialisiert hat. Im Gespräch erzählt er, warum Vertrauen heute sein wichtigstes Kapital ist, weshalb so viele Relaunches trotz großer Investitionen enttäuschen, und was eine Website wirklich leisten muss, damit sie neue Kunden bringt statt nur gut auszusehen.
Vertrauen wächst mit den Jahren
Am Anfang seiner Karriere, erzählt Schmidtler, war jeder Pitch ein Kampf. Mit 23 Jahren musste er sich sein Standing erst erarbeiten, Kunden waren skeptisch, und die Erfolgsquote lag bei vielleicht 30 bis 40 Prozent überzeugter Gespräche. Das hat sich grundlegend verändert. Sein steigendes Alter und die über Jahrzehnte gewachsene Expertise sorgen heute für ein Vertrauen, das er früher nicht hatte. Inzwischen liegt seine Quote in Pitches nach eigener Einschätzung nahezu bei 100 Prozent, woran es am Ende noch scheitern kann, ist meistens nur das Budget.
Doch nicht nur das Vertrauen hat sich verändert, auch die Art der Zusammenarbeit selbst. Vieles davon musste Schmidtler sich über die Jahre hart erarbeiten. Für ihn ist es heute entscheidend, Kunden von Anfang an mitzunehmen und mit den tatsächlichen Entscheidern in Meetings zu sitzen, um zu erklären, warum bestimmte Dinge auf der Website so und nicht anders umgesetzt werden. Daraus ist bei memedia eine klare Struktur entstanden. Zuerst steht ein Kickoff-Meeting, in dem die Bedürfnisse, die Zielgruppe und die Ziele des Kunden geklärt werden. Erst danach folgt die Konzeptphase, in der für jede Seite Ablauf, Bereiche, Texte und Bilder festgelegt werden. Design und technische Umsetzung kommen erst am Schluss.
Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass der Kunde in jedem Schritt informiert ist und versteht, warum bestimmte Entscheidungen getroffen werden. Das Ergebnis, so Schmidtler, ist, dass es seit Jahren nicht mehr vorkommt, dass ein Kunde am Ende sagt, so habe er sich das nicht vorgestellt.
Enttäuschung nach dem Relaunch
Viele Unternehmer investieren in einen Website-Relaunch und sind trotzdem enttäuscht. Für Schmidtler hängt das eng mit seiner ersten Beobachtung zusammen. Die Erwartungen werden vorher schlicht nicht sauber geklärt. Viele Kunden haben ihre Marketing-Basics nicht ordentlich ausgearbeitet, dazu zählen Positionierung, Vision, Mission, Werte, Zielgruppe und Personas. Genau diese Punkte schaut sich memedia zuerst an und arbeitet sie, wenn nötig, gemeinsam mit dem Kunden heraus. Fehlt diese Grundlage, kann laut Schmidtler am Ende auch keine gute Website entstehen. Sie mag nett aussehen oder technisch beeindrucken, funktionieren wird sie trotzdem nicht.
Ein weiterer Grund liegt aus seiner Sicht bei den Agenturen selbst. Viele seien nicht bereit, sich wirklich tief in das Geschäft des Kunden hineinzudenken, obwohl genau das nötig ist, um eine gute Website zu bauen. Auf der Kundenseite wiederum ist der häufigste Fehler, von sich selbst aus zu denken statt von den eigenen Kunden aus. Es geht nicht darum zu zeigen, was man alles kann, sondern darum, konkrete Probleme der Zielgruppe zu lösen. Welches Problem hat der Kunde des Kunden, und welches davon löst die Website. Eine ausgearbeitete Persona hilft dabei enorm, weil sie sichtbar macht, was dieser Mensch spürt, was er möchte und warum er ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung überhaupt braucht.
Websites die wirklich Kunden bringen
Was unterscheidet nun eine Website, die tatsächlich neue Kunden bringt, von einer, die nur gut aussieht? Schmidtlers Antwort ist klar. Eine solche Website ist konsequent auf den Zielkunden ausgerichtet. Der Besucher findet sich dort schnell wieder, die Seite resoniert mit ihm und setzt unterbewusst an verschiedenen Stellen kleine Bestätigungen. Der Hero-Bereich gefällt ihm, das Teambild spricht ihn an, die Botschaft trifft genau seinen Punkt, und der Call-to-Action sagt exakt das, was er eigentlich möchte, etwas kaufen oder ein Beratungsgespräch vereinbaren. Wer eine solche Seite scannt, erfasst sofort, dass die angebotenen Leistungen zu ihm passen.
Wichtig ist dabei auch, dass die Optik zum Kunden passt. Schmidtler bringt ein Beispiel, das die Sache greifbar macht. Eine Website im Stil von Apple oder Rolex würde nicht zu einem Kunden passen, der sich mit der Zertifizierung von Übersetzungen beschäftigt. Das passt schlicht nicht zusammen, und jeder Besucher spürt das sofort. Wird ein Thema, bei dem eigentlich Verlässlichkeit, Seriosität und schnelle Umsetzung erwartet werden, plötzlich edel und teuer inszeniert, funktioniert das nicht. Hier braucht es einen anderen Ansatz.
Wireframes statt fertiger Konzepte
Bei memedia setzt man stark auf Wireframes und gemeinsame Planung mit dem Kunden, statt gleich mit fertigen Konzepten zu arbeiten. Der Unterschied, den das für das Ergebnis macht, ist laut Schmidtler erheblich. Anhand von Wireframes, also Drahtgittermodellen, lässt sich unabhängig vom späteren Design der Userflow erklären und darstellen, also wie ein Nutzer durch die Seite navigiert und was er wann erfährt. Im Wireframe sind bereits nahezu finale Texte, erste Bildideen und teilweise sogar finale Bilder zu sehen, allerdings noch komplett unabhängig vom Design.
An dieser Stelle kann der Kunde noch korrigieren und anpassen. Vor allem versteht er in diesem Schritt wirklich, worum es geht. So lässt sich gemeinsam am Content arbeiten, und sei es nur, damit der Kunde nachvollzieht, welche Aussage an welcher Stelle stehen soll und wie viel Text dort sinnvoll ist. Entscheidend ist für Schmidtler, dass dieser Prozess unabhängig vom Design abläuft. Sonst passiert es sehr häufig, dass Kunden nur noch das Design bewerten und Dinge sagen wie hier hätte ich gern mehr Abstand oder da eine andere Farbe, anstatt sich auf die Inhalte zu konzentrieren und darauf, was dem Nutzer eigentlich vermittelt werden soll.
Der erste Schritt vor dem Relaunch
Wenn ein Unternehmer merkt, dass seine Website nicht richtig funktioniert, was sollte dann der erste Schritt sein, bevor Geld in einen Relaunch fließt? Schmidtler empfiehlt, zunächst einen kostenfreien Web-CheckUp anzufordern, ein Audit der eigenen Website. Dieses läuft zunächst etwas oberflächlicher ab und beinhaltet ein halbstündiges Gespräch, in dem sowohl die Punkte besprochen werden, die der Unternehmer gerne anders hätte, als auch ein unabhängiger Blick von außen geliefert wird.
Daraus lässt sich bereits ableiten, ob ein kompletter Relaunch und eine tiefere Analyse wirklich nötig sind, oder ob sich die bestehende Seite in vielen Fällen schon mit wenigen gezielten Handgriffen deutlich verbessern lässt. Der Unternehmer erhält passende Handlungsempfehlungen, und bei der Umsetzung unterstützt memedia auch gerne, um zu zeigen, dass diese Punkte tatsächlich zu einer Verbesserung führen. Das können technische Aspekte sein, oft sind es aber auch inhaltliche Themen, und manchmal reichen kleinere Anpassungen im Design, etwa ein neu gestalteter Hero-Bereich oder überarbeitete Calls-to-Action.
Fokus auf nachhaltige Unternehmer
memedia hat sich auf nachhaltig denkende Unternehmer spezialisiert. Was das konkret für die Art bedeutet, wie Projekte angegangen werden, erklärt Schmidtler so. Kunden aus dem Bereich Nachhaltigkeit oder solche, die stärker in diese Richtung wollen, können erwarten, dass sich das Team sowohl technologisch als auch kommunikativ mit diesen Themen gut auskennt. Vor allem aber will memedia mit seiner Arbeit etwas Positives in der Welt bewegen, was die Motivation im Team spürbar erhöht.
Hinzu kommt ein großes Netzwerk im Bereich Nachhaltigkeit. Fragen, die damit zusammenhängen, kann das Team entweder selbst beantworten oder kennt genügend Experten, die weiterhelfen können. Das ist eine Leistung, die nicht monetär eingepreist ist, die Kunden nach Schmidtlers Erfahrung aber sehr schätzen. In der Diskussion über Geschäftsmodell und Ziele tauchen oft Fragen auf, wie sich etwas Bestimmtes lösen lässt, und häufig kann memedia dann mit einem guten Kontakt weiterhelfen.
Was memedia wirklich unterscheidet
Was können Unternehmer erwarten, wenn sie mit memedia zusammenarbeiten, das sie bei anderen Agenturen so nicht bekommen? Schmidtler verweist auf die seit vielen Jahren erprobte Struktur, von der das Team nicht abweicht. Erst Marketing-Basics, dann Konzept, dann Design, dann technische Umsetzung, und das von Anfang an mit strategischem Blick darauf, wie es langfristig weitergehen soll. Sichergestellt wird das durch eine gemeinsam erarbeitete Roadmap, die auch nach dem Launch weiterverfolgt wird.
Der Kunde hat Schmidtler immer als direkten Ansprechpartner. Gleichzeitig ist die Agentur so aufgebaut, dass gezielt passende Web-Experten aus allen Bereichen in die Projekte geholt werden können. Es gibt keine festangestellten Mitarbeiter, die verkauft werden müssen, und keine bestimmte Technologie, an die man gebunden ist. Genau das hat Schmidtler in seiner eigenen Agenturvergangenheit oft gestört, dass man immer die eigenen Leute und die eigene Technologie verkaufen muss. Bei memedia ist man davon frei. Ob WordPress, TYPO3, Webflow, eine statische HTML-Seite oder eine KI-erstellte Seite, das lässt sich technologisch alles abbilden, ebenso bei Shopsystemen wie WooCommerce, Shopware oder Shopify.
Rat an unentschlossene Unternehmer
Zum Abschluss des Gesprächs gibt Schmidtler noch einen Rat an Unternehmer, die mit ihrer Website unzufrieden sind, aber nicht wissen, wo sie ansetzen sollen. Sein wichtigster Hinweis: sich nicht von vielen unterschiedlichen Meinungen zur aktuellen Website überwältigen lassen, sondern eine klare Analyse einholen. Genau die liefert memedia gerne, von der kostenfreien Ersteinschätzung bis zur tieferen Analyse. Auf Basis von echten Daten, Erfahrung, konkreten Vorschlägen und den tatsächlichen Bedürfnissen der Zielgruppe lässt sich dann entscheiden, ob es reicht, die aktuelle Website Stück für Stück anzupassen, ob das als Übergang zu einem späteren Relaunch dient, oder ob ein direkter Relaunch wirklich notwendig ist.
Ein kompletter Relaunch ist laut Schmidtler oft gar nicht nötig. Häufig lassen sich schon mit ersten, schnellen Schritten deutliche Verbesserungen erzielen, bevor größere Baustellen Stück für Stück angegangen werden. Genau hier sieht er sich als vertrauensvoller Ansprechpartner, der passend zum Budget die richtige Strategie entwickelt. Wichtig ist ihm dabei immer, dass alles zur übrigen Marketingstrategie passt und klar definiert ist, was die Website tatsächlich leisten soll.









