Viele Unternehmer stellen sich irgendwann dieselbe Frage:
Wo soll ich meine begrenzte Zeit und mein Geld investieren?
Website optimieren, auf Social Media aktiv sein oder Anzeigen schalten?
Die meisten probieren alles ein bisschen. Und genau das ist das Problem.
Nicht, weil die Kanäle schlecht sind, sondern weil sie falsche Erwartungen erzeugen.
Warum diese Frage fast immer falsch gestellt wird
Die meisten Diskussionen beginnen mit dem Kanal.
Website oder Social Media. Anzeigen ja oder nein.
Die entscheidende Frage lautet aber nicht:
Welcher Kanal ist der beste?
Sondern:
In welcher Phase der Kundengewinnung befinde ich mich gerade?
Jeder dieser Kanäle erfüllt eine andere Funktion. Wer sie gleich behandelt, bekommt falsche Ergebnisse.
Die Website: Fundament, kein Vertriebler
Die Website wird oft überschätzt und gleichzeitig falsch genutzt.
Viele Unternehmer erwarten, dass sie aktiv Kunden gewinnt. Das tut sie selten.
Was eine Website wirklich leisten muss
Eine gute Website:
- erklärt klar, worum es geht
- schafft Vertrauen
- beantwortet zentrale Fragen
- führt zu einem nächsten Schritt
Sie ist kein Verkäufer, sondern ein Orientierungsraum.
Besucher prüfen dort:
- Passt das grundsätzlich?
- Versteht man mein Problem?
- Wirkt das seriös?
Wenn diese Fragen nicht klar beantwortet werden, helfen auch die besten anderen Kanäle nichts.
Typischer Fehler
Zu viel Information, zu wenig Führung.
Viele Websites erklären alles, aber sagen nicht, was als Nächstes passieren soll.
Social Media: Aufmerksamkeit, aber selten Entscheidung
Social Media ist sichtbar, schnell und emotional. Genau deshalb wird es oft überschätzt.
Was Social Media gut kann
Social Media eignet sich hervorragend für:
- erste Berührungspunkte
- Wiedererkennung
- Vertrauensaufbau über Zeit
- Positionierung durch Haltung
Gerade für Unternehmer ohne Marketingteam ist das wichtig. Sichtbarkeit allein reicht aber nicht.
Wo Social Media an Grenzen stößt
Die wenigsten Menschen treffen dort Kaufentscheidungen.
Social Media erzeugt Impulse, aber keine Struktur.
Wer dort:
- nur postet, ohne weiterzuführen
- keine klare Brücke zur Website oder zum Gespräch baut
- auf Reichweite statt Relevanz setzt
wird viel Aufmerksamkeit, aber wenig Nachfrage erzeugen.
Anzeigen: Verstärker, kein Reparaturwerkzeug
Anzeigen gelten oft als Abkürzung. Budget rein, Kunden raus.
So funktioniert es fast nie.
Wann Anzeigen sinnvoll sind
Anzeigen funktionieren dann gut, wenn:
- das Angebot klar ist
- die Zielgruppe sauber definiert ist
- die Website konvertiert
- der nächste Schritt eindeutig ist
In diesem Fall verstärken Anzeigen ein funktionierendes System.
Wann Anzeigen Geld verbrennen
Wenn Anzeigen eingesetzt werden, um:
- Unklarheit zu überdecken
- fehlende Positionierung auszugleichen
- schlechte Prozesse zu kompensieren
dann beschleunigen sie nur bestehende Probleme.
Warum kein Kanal allein Kunden bringt
Keiner dieser Kanäle ist dafür gedacht, isoliert zu funktionieren.
Kundengewinnung entsteht aus dem Zusammenspiel:
- Social Media erzeugt Aufmerksamkeit
- Die Website ordnet ein
- Anzeigen verstärken gezielt
Das Problem ist nicht der Kanal, sondern die fehlende Logik dazwischen.
Die richtige Reihenfolge für Unternehmer ohne Marketingteam
Statt alles gleichzeitig zu machen, ist eine klare Priorisierung entscheidend.
Schritt 1: Website klären
Bevor irgendetwas skaliert wird, muss klar sein:
- Wen spreche ich an?
- Welches Problem steht im Fokus?
- Was ist der nächste Schritt?
Ohne diese Basis verpufft jede weitere Maßnahme.
Schritt 2: Ein Kanal für Aufmerksamkeit
Ein Kanal reicht.
LinkedIn, Google, Fachartikel, Newsletter.
Nicht, um präsent zu sein, sondern um gezielt Denkprozesse auszulösen und Besucher auf die Website zu führen.
Schritt 3: Anzeigen erst dann einsetzen
Anzeigen sind kein Startpunkt, sondern ein Hebel.
Sie beschleunigen, was bereits funktioniert.
Wer das ignoriert, zahlt Lehrgeld.
Warum Einfachheit oft mehr bringt
Unternehmer ohne Marketingteam haben einen strukturellen Vorteil.
Sie müssen keine komplexen Systeme bedienen.
Ein schlankes Setup:
- eine klare Website
- ein Hauptkanal
- ein sauberer Übergang zum Gespräch
ist häufig wirkungsvoller als ein komplexes Marketingkonstrukt mit vielen Baustellen.
Fazit: Kanäle sind Werkzeuge, keine Lösungen
Website, Social Media und Anzeigen sind keine Gegensätze.
Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Wer sie richtig einordnet:
- spart Zeit
- reduziert Streuverluste
- bekommt bessere Gespräche
Die Frage ist nicht, welcher Kanal der beste ist.
Die Frage ist, welche Aufgabe gerade gelöst werden muss.
Und genau dort sollte Online-Marketing ansetzen.




