Katharina Zahner über die KI-Suche und die Sichtbarkeit von Unternehmen

KI-Suche: 3 wirksame Schritte für mehr Sichtbarkeit

Die KI-Suche ist für Unternehmen zunächst einmal ein weiterer Ort, an dem sie vorkommen sollten. Nur funktioniert dieser Ort anders als Google: Nicht Keywords entscheiden, sondern Fragen. Katharina Zahner ist seit 2007 PR-Beraterin und Gesellschafterin der Agentur zahner bäumel communication in Coburg und beschäftigt sich derzeit intensiv mit Generative Engine Optimization, kurz GEO. Im Interview erklärt sie, was vom bisherigen SEO-Aufwand wertvoll bleibt, warum externe Quellen über die Sichtbarkeit entscheiden und womit ein mittelständisches Unternehmen in den nächsten sechs Monaten anfangen sollte.

KI-Suche statt Keywords: Was sich für Unternehmen ändert

Die Antwort von Katharina Zahner fällt bewusst nüchtern aus. Die Bedeutung der KI-Suche nimmt weiter zu, also kommt schlicht ein weiterer Ort dazu, an dem Unternehmen präsent sein sollten. Der inhaltliche Unterschied liegt woanders.

„Zudem stehen nicht wie bei der klassischen Google-Suche die Keywords im Fokus. Vielmehr sind es die Fragen, die Nutzer der KI stellen.“

Für die eigene Website heißt das: Nicht die Suchbegriffliste ist der Ausgangspunkt, sondern das, was ein potenzieller Kunde tatsächlich wissen will. Wer seine Inhalte bislang rein auf Rankings hin gebaut hat, muss diese Perspektive ergänzen.

Wie viel vom SEO-Aufwand für GEO wertvoll bleibt

Viele Unternehmen haben über Jahre Geld und Arbeit in Suchmaschinenoptimierung gesteckt und fürchten nun, wieder bei null anzufangen. Das sieht Katharina Zahner anders.

„Die gute Nachricht ist, wer SEO ganzheitlich verstanden hat, hat auch die Weichen für GEO zu einem großen Teil richtig gestellt.“

Um von der KI zitiert zu werden, spielt die Reputation im Netz eine große Rolle. Wer von vielseitigen Quellen erwähnt wird, einzigartige Inhalte auf der eigenen Seite und in den sozialen Medien veröffentlicht und bei Google quasi in aller Munde ist, wird auch von der KI als relevant angesehen.

Neu denken müssen Unternehmen teilweise bei der eigenen Webseite. Die Keywords bleiben für die klassischen Suchmaschinen weiterhin relevant, die Fragen der Nutzer spielen für die KI-Suche jedoch eine größere Rolle. Auch in einigen Feinheiten unterscheiden sich SEO und GEO. Wie sich Fachthemen sauber aufbereiten lassen, zeigt der Beitrag zu SEO für B2B-Dienstleister.

Warum Originalität und echtes Expertenwissen zählen

Auf die Frage, warum gerade Unternehmen mit echten Erfahrungen und Fachwissen profitieren können, antwortet Katharina Zahner in vier Worten: „Weil sie etwas zu sagen haben.“ Die KI liebt Texte und Beiträge, die neu, einzigartig, originär und ansprechend sind.

Neu ist dieser Ansatz allerdings nicht. Schon bei der Google-Suche und in der klassischen Öffentlichkeitsarbeit ging es darum, einzigartig zu sein und Mensch und Maschine zu begeistern. Suchmaschinen suchen nach den Inhalten, die Nutzer finden möchten, und bei der KI-Suche ist es genauso.

„KI sortiert Texte aus, die von der KI geschrieben sind und setzt auf Originelles.“

Für den Mittelstand ist das eine gute Nachricht: Wer aus der Praxis berichtet, hat Material, das sich nicht generieren lässt. Wie man daraus systematisch Inhalte macht, behandelt der Beitrag zum B2B-Content-Marketing zur Leadgenerierung.

Externe Quellen entscheiden über die Sichtbarkeit

Besonders deutlich wird Katharina Zahner bei der Frage, wie wichtig es ist, nicht nur auf der eigenen Website über sich zu sprechen. Ihre Antwort beginnt mit zwei Worten: „Sehr wichtig!“

Es geht um Reputation im Netz, und externe Quellen sind natürlich glaubwürdiger, als wenn jemand nur eigene Medien vorweisen kann.

„Je höher das Ansehen und die Reichweite der jeweiligen Quellen und Medien, desto besser.“

Deshalb ist klassische Medienarbeit im Netz nach wie vor sinnvoll. Sie bringt nach ihrer Erfahrung in mehrfacher Hinsicht Nutzen: in den Medien selbst, in den sozialen Medien, für SEO und GEO und als Referenz auf der eigenen Internetseite. Welche Rolle unabhängige Quellen bis hin zum Lexikoneintrag spielen, zeigt auch das Interview dazu, warum Wikipedia für Geschäftsführer zur Chefsache wird.

Lässt sich die KI-Suche seriös messen?

Es gibt bereits eine Reihe von Tools, welche die Auffindbarkeit in der KI-Suche messen. Das bildet nach Einschätzung von Katharina Zahner schon einen sehr guten Anhaltspunkt. Dort werden Internetauftritte auch mit denen der Mitbewerber verglichen und die aktuelle Reputation des Unternehmens wird ermittelt.

Woran sie festmacht, dass eine GEO-Strategie funktioniert:

  • Zitiert werden. Das Unternehmen wird von der KI zu den wesentlichen Fragen zitiert.
  • Vor dem Mitbewerb stehen. Das Unternehmen wird vor dem Wettbewerb genannt.
  • Gute Reputation. Das Bild im Netz trägt die Nennung.

„Aber wie bei SEO bedeutet auch GEO kontinuierliche Arbeit und stetes Dranbleiben. Denn Inhalte sollten aktuell sein und der Wettbewerb schläft ebenfalls nicht.“

Drei Maßnahmen für die nächsten sechs Monate

Fragt ein mittelständisches Unternehmen, was es konkret tun soll, um bei der KI-Suche nicht den Anschluss zu verlieren, hängt die Antwort stark davon ab, wo das Unternehmen aktuell steht. Die Reihenfolge, mit der Katharina Zahner beginnt, ist trotzdem klar:

  • Die Internetseite analysieren. Feststellen, wie gut sie für die KI-Suche funktioniert, sie gegebenenfalls anpassen und eventuell thematische Unterseiten anlegen.
  • Backlinks, Medienarbeit und Social Media prüfen. Daraus mit dem Unternehmen einen Redaktionsplan erarbeiten, abgestimmt auf die jeweiligen Ziele und das Budget.
  • Die wichtigsten Themen nach außen bringen. Möglichst zeitnah und mit einer spannenden Story, damit das Unternehmen und die Unternehmerpersönlichkeit als Experte wahrgenommen werden. Von der KI und von den Kundinnen und Kunden.

Auffällig ist die Reihenfolge: Erst die eigene Basis, dann die Quellen, dann die Geschichte. Wer den dritten Punkt über die eigenen Kanäle unterstützen will, findet im Beitrag zum LinkedIn-Marketing für B2B-Dienstleister den passenden Rahmen.

SEO und GEO verschmelzen bereits

Bleibt die Frage, ob in einigen Jahren überhaupt noch zwischen SEO und GEO unterschieden wird. In der Praxis ist die Antwort für Katharina Zahner längst gefallen.

„Die Disziplinen sind in der Praxis schon dabei, zu verschmelzen. Wenn ich neue Internetseiten inhaltlich entwerfe, konzipiere ich sie schon von Anfang an für Suchmaschine und KI. Beim Optimieren ist es ähnlich.“

Für Unternehmen bedeutet das: Es braucht kein zweites Projekt neben der Suchmaschinenoptimierung, sondern eine erweiterte Denkweise im bestehenden. Wer parallel Budget in bezahlte Sichtbarkeit steckt, findet die Struktur dafür im Beitrag zur Suchmaschinenwerbung im B2B.

Einordnung

Die KI-Suche belohnt am Ende dasselbe wie gute Pressearbeit: eigenes Wissen, klare Antworten auf echte Fragen und Erwähnungen an Orten, die einem nicht selbst gehören. Neu ist nicht das Prinzip, neu ist die zweite Bühne, auf der es wirkt.

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Über Katharina Zahner

Katharina Zahner ist PR-Beraterin und Gesellschafterin der zahner bäumel communication UG in Coburg und arbeitet seit 2007 in der Agentur. Ihre Basis sind Germanistik, Journalismus und PR-Beratung, ihre Schwerpunkte Pressemeldungen, Kundenmagazine, suchmaschinenoptimierte Texte und Unternehmensblogs. Die Agentur arbeitet branchenübergreifend für Lokal- und Branchenmedien, betreut Digital-PR und Websitetexte und wurde zuletzt um einen Verlag für Biografien und Unternehmenschroniken erweitert. Katharina Zahner auf Linkedin.

FAQ zur KI-Suche

Was unterscheidet die KI-Suche von der Google-Suche?

Die KI-Suche ist zunächst ein weiterer Ort, an dem Unternehmen präsent sein sollten. Inhaltlich stehen dort nicht die Keywords im Fokus, sondern die Fragen, die Nutzer der KI stellen.

Ist die bisherige SEO-Arbeit verloren?

Nein. Wer SEO ganzheitlich verstanden hat, hat die Weichen für GEO zu einem großen Teil richtig gestellt. Angepasst werden muss vor allem die eigene Website, weil dort die Fragen der Nutzer stärker gewichtet werden.

Warum sind externe Quellen für die KI-Sichtbarkeit so wichtig?

Weil es um Reputation im Netz geht und externe Quellen glaubwürdiger sind als reine Eigendarstellung. Je höher Ansehen und Reichweite der Medien, desto stärker wirkt die Erwähnung.

Kann man Sichtbarkeit in der KI-Suche messen?

Es gibt Tools, welche die Auffindbarkeit in der KI-Suche messen, den Auftritt mit dem Mitbewerb vergleichen und die Reputation ermitteln. Sie liefern einen guten Anhaltspunkt.

Woran erkennt man eine funktionierende GEO-Strategie?

Das Unternehmen wird von der KI zu den wesentlichen Fragen zitiert, es wird vor dem Mitbewerb genannt und die Reputation stimmt. GEO bleibt dabei kontinuierliche Arbeit.

Womit sollte ein Mittelständler in sechs Monaten anfangen?

Mit der Analyse der eigenen Internetseite, danach mit Backlinks, Medienarbeit, Social Media und einem Redaktionsplan, und drittens damit, die wichtigsten Themen mit einer Story in die Öffentlichkeit zu bringen.

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